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Taifun über Thailand kein Spaß mehr

Taifun rast auf Nan zu, Überschwemmungsgefahr hoch

26. August 2025

NAN. Nan wird voraussichtlich die Hauptlast des nahenden Taifuns Kajiki tragen müssen, und in 15 nördlichen und nordöstlichen Provinzen herrscht höchste Alarmbereitschaft wegen Sturzfluten und Erdrutschen.

Die Behörden haben Thailands Katastrophenvorsorge auf die höchste Stufe erhöht, da der Taifun an Stärke gewinnt, bevor er voraussichtlich im weiteren Verlauf dieser Woche schwere Regenfälle, Sturzfluten und Erdrutsche über den Norden und Nordosten des Landes bringen wird.

Nan wird voraussichtlich die Hauptlast des nahenden Taifuns Kajiki tragen müssen, und in 15 nördlichen und nordöstlichen Provinzen herrscht höchste Alarmbereitschaft wegen Sturzfluten und Erdrutschen.
Nan wird voraussichtlich die Hauptlast des nahenden Taifuns Kajiki tragen müssen, und in 15 nördlichen und nordöstlichen Provinzen herrscht höchste Alarmbereitschaft wegen Sturzfluten und Erdrutschen.

Wellen nähern sich dem Strand von Cua Lo, während sich der Taifun Kajiki der Provinz Nghe An in Vietnam nähert, 25. August 2025.

Seree Supratid, Direktor des Climate Change and Disaster Center an der Rangsit University und Vizepräsident der National Disaster Warning Council Foundation, veröffentlichte am frühen Morgen ein Update auf seiner Facebook-Seite und warnte, dass Nan dem höchsten Risiko ausgesetzt sei.

Es bestehe eine Wahrscheinlichkeit von 10 %, dass die Niederschlagsmenge in der Provinz 500 Millimeter übersteigen könnte, sagte er.

„Wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten. Überschwemmungen und Sturzfluten sind sicher, und die Wahrscheinlichkeit, dass Flüsse über die Ufer treten, ist groß“, betonte er und fügte hinzu, dass Flussbecken wie der Nan und der Yom noch über Speicherkapazitäten verfügten, die zwar dazu beitragen könnten, schwere Überschwemmungen abzumildern, aber nicht zu verhindern.

Das National Disaster Warning Center hat in Abstimmung mit dem Department of Disaster Prevention and Mitigation, dem Department of Water Resources, dem Department of Mineral Resources und dem Royal Irrigation Department einen „War Room“ eingerichtet.

Die lokalen Behörden in den Hochrisikoprovinzen wurden aufgefordert, parallele Krisenstäbe für die Überwachung, Evakuierungsplanung und Notfallmaßnahmen einzurichten.

Die thailändische Wetterbehörde gab am Montag um 4 Uhr morgens ihre elfte Warnung zu dem Taifun heraus und bestätigte, dass sich das Zentrum des Taifuns Kajiki über dem oberen Südchinesischen Meer, etwa 200 Kilometer südöstlich von Vinh City, Vietnam, befinde und maximale anhaltende Windgeschwindigkeiten von 150 km/h aufweise.

Der Taifun bewegt sich mit 20 km/h west-nordwestlich und sollte voraussichtlich am Dienstag in Nordvietnam auf Land treffen. Am Dienstag schwächt er sich dann zu einem tropischen Sturm ab und wird dann zu einem tropischen Tiefdruckgebiet, wenn er Laos erreicht. Bis zum Abend wird er sich voraussichtlich weiter abschwächen und über der Provinz Nan ein starkes Tiefdruckgebiet bilden.

In der letzten Woche kam es im Norden und Nordosten des Landes zu weitverbreiteten schweren Regenfällen und heftigen Winden, insbesondere in den 15 Provinzen entlang der Zugbahn des Sturms.

Unterdessen sagte Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt, dass die Hauptstadt bis Donnerstag mit Auswirkungen des Sturms rechnen müsse.

Die Stadt hat umfassende Hochwasserschutzmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Absenkung des Wasserspiegels in Rückhaltebecken und die Sicherstellung der vollständigen Funktionsfähigkeit großer Entwässerungstunnel. Die Metropolitan Electricity Authority wurde zudem angewiesen, bei Stromausfällen schnell zu reagieren, um Ausfälle des Pumpsystems zu verhindern.

Herr Chadchart merkte an, dass die Wasserstände aufgrund der jüngsten Regenflaute zwar noch nicht kritisch seien, besondere Beobachtungszonen jedoch große Baustellen wie die Vibhavadi Rangsit Road, die Kasetsart University, die Bahnprojekte Orange Line und Purple Line sowie die Chang Akat Uthit Road im Bezirk Don Muang umfassten. Einige von Bauunternehmern verursachte Abflussverstopfungen wurden bereits behoben.

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Der Weg des Sturms

Laut Sukanyanee Yawinchan, Generaldirektorin des Meteorologischen Departments, befand sich der Taifun am Sonntagnachmittag noch im südchinesischen Meer, etwa 450 Kilometer südöstlich von Vinh (Vietnam). Der erwartete Zugweg:
• Montag: Auftreffen auf Nordvietnam als Tropensturm
• Dienstagmorgen: Abschwächung zu einer Depression über Laos
• Dienstagabend: Eintreffen in Thailands Nordprovinz Nan als Tiefdruckgebiet

Betroffene Regionen

Von Sonntag bis Mittwoch sind folgende Gebiete betroffen:
• Oberer Nordosten (Sonntag bis Dienstag): Schwerste Regenfälle
• Norden (Montag bis Mittwoch): Anhaltende Niederschläge
• 16 Risikoprovinzen: Bung Kan, Chiang Mai, chiang rai, Lampang, Lamphun, Loei, Mai Hong Son, Nakhon Phanom, Nan, Nong Bua Lam Phu, Nong Khai, Phayao, Phrae, Sakon Nakhon, Udon Thani und Uttaradit

Der Osten und der Westen des Südens bleiben dagegen nahezu unberührt von den Auswirkungen des Sturms. Das Katastrophenschutzdepartment hat bereits Notfallteams in den Nordprovinzen in Bereitschaft versetzt. In Nan und Chiang Rai wurden erste Evakuierungszentren eingerichtet.

Auswirkungen auf Tourismus und Landwirtschaft

Die Sturmwarnung trifft den Norden in einer sensiblen Phase: Die Reisernte steht bevor, sintflutartige Regenfälle könnten die Ernte gefährden. Touristen in den beliebten Bergregionen um Chiang Mai und Pai wurden aufgefordert, Wanderungen und Aktivitäten im Freien zu verschieben.

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